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Isaac Chong Wai
30.05. – 08.07.2018

Eröffnung:
Dienstag, 29.05., 19 Uhr

Kuratiert von Nina Holm

Egal an welchem Ort wir uns befinden, es gibt immer Linien und Formen, die sich vor oder hinter uns befinden und unser Dasein bestimmen: Grenzen. „An Artistic Archive of Borders“ ist ein Projekt des Künstlers ISAAC CHONG WAI (geb. 1990), das die Entstehung von Grenzen und deren Assoziationen in der heutigen Welt untersucht, indem es der abstrakten Idee einer Grenze nachgeht. Wie ist diese konstruiert und wie kann sie mittels künstlerischer Praxis neu gestaltet werden? Was, wenn eine Grenze errichtet wird, um zu schmücken? Was, wenn sich eine Grenze süß und weich anfühlt? Was, wenn eine Grenze eine Ware ist, die man verkaufen kann? Sich diesen Fragen widmend, schafft Chong ein Archiv, das die Konzeptualisierung von Kunst und die Überleitung in die gegenwärtige Welt darlegt, in der die Grenze ein Konzept ist, das Hass und Liebe verursacht, Vereinigung und Diaspora, Migration und Schutz, Terror und Sicherheit, Tod und Überleben.

Die Ausstellung zeigt sowohl frühere als auch neue Arbeiten des gebürtigen Chinesen, der in Weimar “Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien“ studiert hat. Unter anderem wird Chong sein Projekt „I Made a Boat in Prison“ zeigen, für das er Zaundraht aus einem Hof eines ehemaligen Jugendgefängnisses in Weimar schnitt, um ein Boot zu bauen. Auch wird er sich dem Konzept von beweglichen, nicht sichtbaren Grenzen wie z.B. den sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszonen und Luftraumüberwachungszonen widmen. In Form eines Walls aus geschmolzener Haribo-Goldbären-Masse sollen weiche Grenzen dargestellt werden und so den abstrakten Charakter von Rändern, Grenzflächen und Abgrenzungen vorführen.

Im Vorfeld der Ausstellung zeigt Isaac Chong Wai im Apartment der Kunst in München eine Videoinstallation, die sich thematisch mit der Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft im öffentlichen Raum beschäftigt (12. Mai bis 8. Juni 2018).