Kr.

Menü

Vom 20.12.2020 bis 12.01.2021 ist der Kunstraum geschlossen.

Jahresgaben

[Editionen 1999–2008]


Bettina Allamoda
Heike Bollig
Raymond Hains
Thomas Kratz
Irene Naef

Jetzt online!

Der Kunstraum München lädt dieses Jahr zu einem virtuellen Besuch von »EDITIONEN 1999–2008« ein, dem zweiten Teil der letztjährig begonnen Reihe, in der bis zu unserem 50. Jubiläum 2023 alle nicht vergriffenen Editionen des Kunstraums München dekadenweise vor- und ausgestellt werden. Die Editionen verweisen auf spannende zurückliegende Ausstellungsprojekte und spiegeln dabei archivarisch unser bisheriges Programm und die unterschiedlichen kuratorischen Ansätze wider.

Die Editionstätigkeit 1999 bis 2008 scheint verhaltener gegenüber den letzten 10 Jahren gewesen zu sein – dadurch ergibt sich aber die Möglichkeit einer umfänglicheren Widmung der einzelnen Exponate und deren ProduzentInnen: Stephan Janitzky hat die Arbeiten filmisch erfasst und stellt jedes Werk in fünf Features einzeln vor. Diese können auf hier und auf Facebook angesehen werden. Bei Interesse können die Arbeiten nach vorheriger Terminabsprache vor Ort betrachtet und erworben werden. Desweiteren verweisen wir auch auf unser übriges Angebot von Editionen und Publikationen, das Sie hier auf unserer Website finden.

Videos abrufen:

Bettina Allamoda

Heike Bollig

Raymond Hains

Thomas Kratz

Irene Naef

This year, the Kunstraum München invites you to take a virtual tour of »EDITIONS 1999–2008«, the second installment in the series started last year that presents all of the editions produced by the Kunstraum München that are still in print – moving backwards, decade by decade, from our founding year in 1973 and concluding with our 50th anniversary in 2023. The editions bear witness to the Kunstraum’s exciting past exhibition projects and are an important archival reflection of our programs and different curatorial approaches.

While the edition activity between 1999 and 2008 seems to have been more restrained compared to the last 10 years, this has allowed for a more comprehensive look at the individual pieces and their producers: artist Stephan Janitzky has captured the works on film and presents them individually in five video features. These can be viewed here or on facebook. The editions may also be viewed and purchased on site by appointment. And we also encourage you to view the entire offering of editions and publications on our website.

Heike Bollig, Abrissarbieten jeglicher Art, 2008
Heike Bollig, »Abrissarbieten jeglicher Art«, 2008

Heidi Mühlschlegel
Frau S. und ihr Mann

05.11. – 06.12.2020

Verlängert bis Ende Januar 2021



Die Einzelausstellung »Frau S. und ihr Mann« zeigt eine Auswahl von Arbeiten der Künstlerin Heidi Mühlschlegel, vorwiegend im Medium der Malerei. Deutlich wird ihre kontinuierliche Arbeit an einer eigenständigen Formensprache, die sich durch eine starke Buntfarbigkeit, geschichtete Übermalungen und applikative Erweiterungen des Bildträgers auszeichnet. Ihre Motive sind oft der Alltagskultur entnommen oder beruhen auf persönlichen Begegnungen oder Beobachtungen. Traumhaft aufgeladen lassen sie einen Bildkosmos entstehen, in dem Reales und Imaginiertes permanent ineinander übergehen.

Heidi Mühlschlegel (*1970 in Biberach an der Riß) hat an der Akademie der Bildenden Künste München und der Akademie der Bildenden Künste in Wien studiert. Ihre meist installativen Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Zudem war sie als Kuratorin für die Ponybar und den Lothringer13/Laden, München, tätig. Sie lebt und arbeitet in Biberach an der Riß und München.

Kuratiert von Daniela Stöppel

The solo exhibition »Frau S. und ihr Mann« by artist Heidi Mühlschlegel features a group of selected works, mainly paintings, that demonstrate her ongoing development of an autonomous language of form characterized by strong colors, layered overpainting, and applied extensions of the picture plane. Her motifs are often drawn from everyday culture or based on personal encounters and observations. Fantastically charged, they create a pictorial cosmos in which the real and the imagined continuously merge with one another.

Heidi Mühlschlegel (*1970 in Biberach an der Riß) studied at the Academy of Fine Arts Munich and the Academy of Fine Arts in Vienna. Her mostly installation-based works have been shown in numerous solo and group exhibitions. She has also worked as a curator for the Ponybar and the Lothringer13/Laden in Munich. She lives and works in Biberach an der Riß and in Munich.

Curated by Daniela Stöppel

[Lighted Matter]

Justine Gaga
Société du Spectacle

01.07.2020 – Sommer 2021

Während sich viele von uns in den veränderten Umständen einrichten und innerhalb Europas eine neue Normalität konstruiert wird, bleiben andere außen vor. Weil die globalen Reisewege weiterhin brachliegen, musste auch die Einzelausstellung SHADOW die wir für Juli geplant hatten, auf den Sommer 2021verschoben werden, denn die Künstlerin Justine Gaga (*1974) kann derzeit nicht aus Kamerun nach Deutschland einreisen.

Dennoch bleibt Justine
Gaga für Sie nicht unsichtbar! Für das Nasenschild an der Fassade der Holzstraße 10 hat die interdisziplinär arbeitende Künstlerin zwei Varianten einer Grafik entwickelt, die jederzeit einsehbar ist.

In dieser Intervention schildert Gaga von ihrer Warte unweit des Äquators aus, wie sie die derzeit sieht: Eingeschlossen in ein System manipulativer Bilder rennt eine Menschengestalt auf der Stelle, umgeben von dynamischen Linien und dem Kürzel »SDS«. Schon Guy Debord hatte 1967 in seinem inzwischen klassischen Band »La Société du Spectacle« das Hamsterrad des Kapitalismus beschrieben. Dass man die Abkürzung »SDS« in der Grafik von Gaga mit dem internationalen Notsignal »SOS« verwechseln kann, ist kein Zufall.

Mit dieser
Arbeit geben wir einen Vorgeschmack auf die von Beate Engl und Annette Schemmel kuratierte Einzelausstellung Justine Gagas im kommenden Jahr und setzen ein Zeichen der Solidarität mit Künstler*innen weltweit, deren Prekarität durch die Pandemie noch verschärft wird.

While many of us are settling into changed circumstances and a new normality is being constructed within Europe, others remain outside. Because of continuing restrictions on global travel, artist Justine Gaga (*1974) was unable to make the trip from Cameroon to Germany for her solo exhibition SHADOW that would have taken place in July 2020.

The exhibition has been postponed until the summer of 2021. But in the meantime, Justine Gaga continues to remain visible on the facade of our building in the Holzstraße 10! For our outdoor sign, the interdisciplinary artist has developed two graphics (one on each side) that may be viewed at any time.

In this intervention, Gaga describes how she currently views the situation from her vantage point not so far from the equator: as a human figure running in place, enclosed within a system of manipulative images, and surrounded by dynamic lines and the abbreviation »SDS,« a reference to Guy Debord’s description of the hamster wheel of capitalism in his now-classic book »The Society of the Spectacle« from 1967. It is no coincidence that the abbreviation »SDS« in Gaga’s graphic might be mistaken for the international distress signal »SOS

This piece provides a glimpse of Gaga’s solo exhibition in the coming year, curated by Beate Engl and Annette Schemmel, and is a sign of solidarity with artists worldwide whose precarious positions have been exacerbated by the pandemic.