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Responsive Curating

12.09. – 25.10.2020

Anjana Kothamachu, Antonia Low, Ina Ettlinger,
Hans HS Winkler, Harish V Mallappanavar,
rasso rottenfusser, Vichar B N, Vineesh Amin

Im Rahmen von VARIOUS OTHERS 2020

Zoom Talk #3:
Freitag, 04.09., 18–19 Uhr
»Local and Global Collaborations«

Extended Opening:
Freitag, 11.09., 15–21 Uhr

Curatorial Talk:
Samstag, 12.09., 15 Uhr
»What Does Responsive Curating Mean?
About Exhibitions on Flash Drive«




»Responsive Curating« experimentiert mit der »Ausstellung« als ein universal verstandenes Medium unter den aktuellen pandemischen Vorzeichen wie den dazugehörigen digitalen und politischen Umgebungen. Der Kunstraum München ist die zweite Station der Ausstellungsreihe, die im indischen Bangalore startete. An jedem Ausstellungsort werden die Arbeiten neu realisiert auf der Grundlage digitalisierter Pläne. Sie greifen formale Prinzipien der instruction-based art der 1960er Jahre auf, folgen jedoch Anforderungen heutiger kultureller Produktion wie z.B. Responsivität oder objektbasierter Vektorgrößen. Nach der Ausstellung werden die Arbeiten entweder an Sammlungen vor Ort verkauft oder in den jeweils lokalen Entsorgungskreislauf integriert. Zu sehen sind Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, die die Möglichkeiten des Settings erforschen.

Kuratiert von Ralf Homann (Kunstraum, München) mit Uwe Jonas (studio im HOCHHAUS, Berlin), Suresh Kumar und Surekha (BAR1, Bengaluru).

»Responsive Curating« deals with the format of the »exhibition« as a universal medium with surprising results—particularly in light of the current challenges of a pandemic. For this international project, neither artist travel nor art transport is required. Instead, the show takes up the formal principles of 1960s instruction-based art and applies them to today’s needs, including responsiveness and vector-based data. Implemented on the basis of the participating artists’ instructions, all of the artworks are carried out by the curators at each venue and, at the close of each show, returned into the local recycling system of goods—obstructing the emergence of an aura of uniqueness.

Curated by Ralf Homann (Kunstraum, München)
with Uwe Jonas (studio im HOCHHAUS, Berlin), Suresh Kumar and Surekha (BAR1, Bengaluru).


Die Ausstellung wird gefördert durch das Kulturreferat der
Landeshauptstadt München, Kulturstiftung der Stadtsparkasse München sowie Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die erste Station in Bangalore wurde co-finanziert durch das Goethe-Institut.


In Kooperation mit

[Lighted Matter]

Justine Gaga
Société du Spectacle

01.07.2020 – Sommer 2021

Während sich viele von uns in den veränderten Umständen einrichten und innerhalb Europas eine neue Normalität konstruiert wird, bleiben andere außen vor. Weil die globalen Reisewege weiterhin brachliegen, musste auch die Einzelausstellung SHADOW die wir für Juli geplant hatten, auf den Sommer 2021verschoben werden, denn die Künstlerin Justine Gaga (*1974) kann derzeit nicht aus Kamerun nach Deutschland einreisen.

Dennoch bleibt Justine
Gaga für Sie nicht unsichtbar! Für das Nasenschild an der Fassade der Holzstraße 10 hat die interdisziplinär arbeitende Künstlerin zwei Varianten einer Grafik entwickelt, die jederzeit einsehbar ist.

In dieser Intervention schildert Gaga von ihrer Warte unweit des Äquators aus, wie sie die derzeit sieht: Eingeschlossen in ein System manipulativer Bilder rennt eine Menschengestalt auf der Stelle, umgeben von dynamischen Linien und dem Kürzel »SDS«. Schon Guy Debord hatte 1967 in seinem inzwischen klassischen Band »La Société du Spectacle« das Hamsterrad des Kapitalismus beschrieben. Dass man die Abkürzung SDS in der Grafik von Gaga mit dem internationalen Notsignal »SOS« verwechseln kann, ist kein Zufall.

Mit dieser
Arbeit geben wir einen Vorgeschmack auf die von Beate Engl und Annette Schemmel kuratierte Einzelausstellung Justine Gagas im kommenden Jahr und setzen ein Zeichen der Solidarität mit Künstler*innen weltweit, deren Prekarität durch die Pandemie noch verschärft wird.