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Thomas Cena
AURA

01.02. – 07.03.2021

Ausstellung ist verschoben auf voraussichtlich März 2021.



Der Zeichner und Maler Thomas Cena erfasst in seinen Silberstift- und Kohlezeichnungen wie auch seinen farblich reduzierten Aquarellbildern auf Papier und Leinwand urbane Randgebiete, städtisches Unterholz und Ruderalflächen und stellt dabei vergessene und vergehende Architekturfragmente, unkultivierte Agrarlandschaften oder florale Rückeroberungsbereiche in den Mittelpunkt. Die Aneignung und Bildwürdigung dieser scheinbar profanen Schauplätze seiner näheren Umgebung, derer sich die Natur zu bemächtigen sucht, erfolgt zunächst fotografisch und werden zeichnerisch mit der relativen Gleichmäßigkeit einer flächigen Schraffur getupft und gefleckt in den Widerspruch aktueller Zeitlosigkeit überführt. Cena zeigt im Kunstraum in neuen Arbeiten Dickicht und Gestrüpp, verlandende Tümpel und zuwachsende Lichtungen, quasi Reste oder naturnahe Zitate, die sich trotz urbanen Hintergrundrauschens in
elegische Orte verwandeln können.

Der 1970 in Kattowitz (PL) geborene Künstler hat Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig studiert. Nach einem DAAD-Stipendium in Japan und zwei Arbeitsstipendien für Malerei in Stuhr sowie Northeim hatte Cena bis 2015 einen Lehrauftrag für Grundlagen der Malerei an seiner ehemaligen Hochschule inne. Er lebt und arbeitet in Hannover und unterrichtet Kunst an einem Gymnasium.

Kuratiert von Alexander Steig

Astrid Busch
weder Wüste noch Wald

April/Mai 2021

Das künstlerisches Interesse von Astrid Busch (geb. 1968) gilt den wechselseitigen Bezügen von Fotografie, Video und Projektion im Raum im Zusammenhang mit ortsspezifischen Interventionen. Analoge und digitale Techniken agieren im Wechselspiel. Die Stadt als Ort im andauernden Prozess der Bewegung und Veränderung, erfährt in ihren multimedialen Rauminszenierungen eine künstlerische Umsetzung.

Für den Kunstraum München entwickelt sie Rauminstallationen, deren Basis der Umgang mit Raum und Architektur in den Planstädten Metsamor (Armenien um 1969) und Brasilia (Brasilien um 1960) ist. Dabei bedient sie sich jener Lichtverhältnisse, Klangkulissen und Materialitäten, die an den jeweiligen Orten zu finden sind. Somit thematisieren ihre Installationen den Charakter eines Ortes, während sie zugleich selber neue Orte bilden.

Sie überschreibt historische Bilder und Fundstücke, die sie vor Ort sammelt, mit der eigenen fotografischen Arbeit. So wird die Atmosphäre, die die Gebrauchsspuren und somit die Geschichte der Materialien hervorbringen mit aktuellen Bildern und Projektionen verwoben.

Utopische Räume, ideale Städte und reale Stadtplanungen verweben sich und zeigen ein Wechselspiel von Vision und Wirklichkeit, von Errungenschaft und Scheitern.

Astrid Busch hat an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und an der Kunsthochschule Berlin Weissensee studiert. Sie ist Meisterschülerin von Katharina Grosse und erhielt zahlreiche internationale Stipendien und Förderungen. Ihre Werke sind in nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf.

Kuratiert von Patricia Drück