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Residenzen 2020

Aufgrund der Pandemie wird die ursprünglich für Juli geplante Ausstellung der Kameruner Künstlerin Justine Gaga verschoben. Daher vergibt der Kunstraum München dieses Jahr neben seiner regulären Sommerresidenz im August bereits schon im Juli eine Förderresidenz. Den beiden ausgewählten Künstlerinnen Claudia Barcheri und Cordula Schieri stehen in der ausstellungsfreien Zeit das großzügige Obergeschoss des Hauses zur Verfügung; die Residenzen werden dieses Jahr zudem mit einem Honorar und der Unterstützung von Produktionskosten gefördert.

[Förderresidenz]

Claudia Barcheri

Juli 2020



Der Kunstraum stellt das Obergeschoss des Hauses im Juli der Südtiroler Bildhauerin Claudia Barcheri für eine einmonatige Förderresidenz zur Verfügung. Claudia Barcheri
hat zunächst an der Academy of Fine Arts Bologna und anschließend an der AdbK bei Olaf Metzel studiert.

Die Künstlerin weitete während ihres kürzlich beendeten Stipendiums an der Cité des Arts in Paris ihre Untersuchungen des »armen Material« Gips aus; von diesen »skulpturalen Skizzen«, diesen dünn gegossenen und eingefärbten Bozetti ausgehend, wird Barcheri ihren Ansatz raumgreifender Oberflächentransformation zwischen Malerei und Objekt vertiefen.

[Sommerresidenz]

Cordula Schieri

August 2020


In ihren raumbezogenen Mixed-Media-Installationen kombiniert die Künstlerin Cordula Schieri Videosequenzen mit Bronzeobjekten und handgefertigten Textilien. Das Hinterfragen konventioneller Geschlechter- und Rollenbilder stellt dabei den inhaltlichen Schwerpunkte dar.

Zunächst studierte Cordula Schieri Bühnenbild bei Katrin Brack. Nach dem Wechsel zur Freien Kunst schloss sie in diesem Jahr ihr Studium an der AdbK München bei Stephan Huber und Alexandra Bircken sowie bei Emma Hedditch und Melanie Bonajo ab. Im Anschluss wurde sie für den Förderpreis der Stadt München nominiert und entwarf Kostüme für die Inszenierung MESSY HISTORY LESSONS (DIGITALE SKIZZE) der Münchner Kammerspiele.

Die Künstlerin wird die Residenz nutzen, um ihre Ideen weiterzuentwickeln und an diversen Projekten an der Schnittstelle zwischen Bildhauerei und Medienkunst zu arbeiten.