Pirgelis präsentiert diese gleich großen Werke an einem eigens entwickelten, autonom und frei stehenden Ausstellungsdisplay. Es entsteht so ein durchlässiger Körper im Raum, der diesen durchmisst und einnimmt, und zugleich die skulpturale Qualität sowohl der einzelnen Werke als auch die der Rauminstallation selbst unterstreicht. Die Rückseiten der Paneele bleiben teilweise sichtbar, wodurch die Werke auch als dreidimensionale Objekte in den Fokus rücken, die zwischen Bild, Relief und Skulptur changieren. Der Künstler konzentriert sich damit vor allem auf die seriellen und skulpturalen Aspekte seiner ortsspezifischen Installation und eröffnet zugleich verschiedene Bezugsräume – u.a. durch den verheißungsvollen Titel »Hawaiian Hills«. Seine Arbeit belebt die Konventionen von Postminimalismus und Konzeptkunst, stellt diese aber auch in Frage und ermöglicht in der Freiheit eines unabhängigen Kunstraums eine experimentelle Verschiebung der Grenzen zwischen Installation, Skulptur und Malerei.
In der Ausstellungshistorie des Kunstraum München knüpft Pirgelis außerdem an die frühen Ausstellungen von US-amerikanischen Künstler:innen wie Richard Tuttle, Fred Sandback, Agnes Martin oder Robert Ryman im Kunstraum der 1970er-Jahre an, was als eine zusätzliche ortsspezifische Verankerung und zeitgenössische Weiterentwicklung dieser frühen Konzepte gelesen werden kann.
Die Ausstellung wird kuratiert von Friederike Schuler.
Aus Anlass der Ausstellung erscheint eine Publikation und eine Edition des Künstlers.
In »Hawaiian Hills« Michail Pirgelis introduces his latest work series in a site-specific installation spanning two floors. The works are crafted from original red-and-white striped aircraft parts—abstracted fragments of flags. Pirgelis intervenes to varying effect in the design of these found materials using cutouts and other surface treatments. With their red stripes, white backgrounds, and consistent formats, the works recall abstract Minimal Art paintings. Yet the title »Hawaiian Hills«, evokes a space of longing that seems at odds with a conceptual approach.
The exhibition is curated by Friederike Schuler.
A publication and an edition will be published to accompany the exhibition.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Sprüth Magers und CSG, Chemnitzer Stahlrohrgerüstbau mbH.

The show is supported by the Karin and Uwe Hollweg Foundation, Sprüth Magers, and CSG, Chemnitzer Stahlrohrgerüstbau mbH.
